Verhaltenstherapie

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens an die Grenze seiner seelischen Belastbarkeit geraten oder schwere psychische Krisen erleben (z. B. durch Arbeitsplatzverlust, Mobbing, Überlastung, Beziehungsprobleme, Scheidung oder eine Krankheit). Depressionen, Angst- oder Zwangsstörungen sind manchmal die Folge. Gerade in schwierigen Lebensabschnitten, in persönlichen oder beruflichen Krisen ist es sinnvoll, fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. In unserer Praxis bieten wir Einzel- und/oder Gruppentherapien für Erwachsene, Kinder und Jugendliche an, um psychische Störungen effektiv und nachhaltig zu behandeln und Krisen durch Hilfe zur Selbsthilfe aus eigener Kraft zu bewältigen.

Ablauf

Die Therapie beginnt mit einem Erstgespräch (einer sog. probatorischen Sitzung), in dem ein gegenseitiges Kennenlernen und die Besprechung der weiteren Vorgehensweise stattfinden. Nach dem Erstgespräch kann die Therapie in der Regel zeitnah beginnen.
Die Therapie erfolgt einmal wöchentlich in Einzelsitzungen über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg. Die Sitzungen dauern normalerweise 50 Minuten. Je nach Indikation ist mit einer gesamten Dauer von bis zu 25 Sitzungen bei einer Kurzzeittherapie sowie 45 bis 80 Sitzungen bei einer Langzeittherapie zu rechnen.
Ihre Daten und die Inhalte der Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.
Die verhaltenstherapeutische Behandlung setzt an aktuellen Problemen und deren Bewältigung an. Darüber hinaus ist es auch wichtig, besser zu verstehen, aufgrund welcher Ursachen bestimmte Probleme aufgetreten sind. So wird zu Beginn einer Therapie gemeinsam mit Ihnen ein ganz individuelles Erklärungsmodell für die Beschwerden entwickelt, in dem auch zugrunde liegende Probleme und Konflikte beachtet werden.
Ausgehend von Ihrer individuellen Lebensgeschichte und von der aktuellen Problematik werden Therapieziele sowie Methoden und Wege zur Erreichung dieser Ziele gemeinsam mit Ihnen besprochen, so dass über die gesamte Therapie eine hohe Transparenz und Mitsprachemöglichkeit gegeben ist.
In der Verhaltenstherapie wird davon ausgegangen, dass belastende Denkmuster und Verhaltensweisen die zu einer psychischen Störung geführt haben, erlernt wurden und demzufolge auch wieder verlernt werden können. Durch eine Veränderung von eingeschliffenen, negativen Gedanken- und Verhaltensmustern werden Emotionen sowie das Selbstwertgefühl positiv beeinflusst. Die in der Verhaltenstherapie angewandten Verfahren zielen in erster Linie auf eine Erhöhung der Selbstkontrolle der Person ab. Dazu gehören insbesondere ein Auf- und Ausbau von Fähigkeiten und Kompetenzen zwischen den therapeutischen Sitzungen durch Aufgaben und Übungen. Je nach Problemlage kommen verschiedene therapeutische Interventionen zum Einsatz. Ergänzend zum verhaltenstherapeutischen Therapieansatz nutzen wir schulübergreifende Elemente wie beispielsweise Elemente der Gestalttherapie, der systemischen Therapie, der Schematherapie sowie Entspannung und Imagination.